NLP Axiome

Axiome des NLP

Über unser Denken gestalten wir unsere Wirklichkeit und „produzieren“ unser Verhalten. Ist uns beispielsweise eine Person sympathisch, sind wir für gewöhnlich offen, interagieren und fühlen uns gut. Ist uns ein Mensch unsympathisch ist in der Regel das Gegenteil der Fall. Dabei sind spontane Sympathie und Antipathie – einfach ausgedrückt – nichts anderes als eine Vorannahme über den Charakter einer Person. Wir halten das, was wir in diesem Moment denken und fühlen für wahr und unser Gehirn tut alles was notwendig ist, damit es auch wahr bleibt – sofern es nicht in rigider Form eines besseren belehrt wird. Mit der „Wahrheit“ ist das eben so eine Sache. Diesen Umstand kennt jeder der schon mal versucht hat jemand anderen von seiner Sicht der Dinge zu überzeugen, wenn derjenige die gleiche Situation irgendwie vollkommen anders erlebt hat. Wahrheit ist nicht selten ein Hamsterrad, in dem man sich die Füße wund laufen kann, ohne einen Schritt weiter zu kommen. Die Frage die wir uns daher stellen sollten ist: „Wie hilfreich ist meine Sicht der Dinge / der Welt?“



Und genau hier haben die Axiome des NLP ihren festen Platz. Sie sind nicht mehr und nicht weniger wahr als alle anderen Vorannahmen die möglich sind, führen jedoch durch ihren nützlichen und äußerst positiven Charakter zu mehr Handlungsspielraum und Flexibilität im Denken, Fühlen und Handeln. Sie eröffnen neue Perspektiven, unterstützen uns dabei nachsichtiger mit uns selbst und anderen zu sein und richten die Aufmerksamkeit auf die sachlichen Aspekte der Interaktion / Kommunikation.



Hier eine kleine Auswahl NLP Axiome.



Die Landkarte ist nicht das Gebiet
Wir reagieren auf unsere Repräsentation Realität nicht auf die Realität selbst. Die Repräsentation entsteht aus der sinnlichen Wahrnehmung, die aufgrund der verfügbaren Kapazitäten immer nur einen Ausschnitt dessen aufnehmen kann, was tatsächlich vorhanden ist. Die Informationen werden auf unbewusster Ebene, in einem Interpretations- und Bewertungsprozess weiterverarbeitet. Das Ergebnis ist unser ganz individuelles Bild der Welt – das als Grundlage für unser Handeln dient.



Fehler oder Defizite sind subjektive Interpretationen – in der Kommunikation gibt es nur Feedback
In der Kommunikation gibt es lediglich Resultate – mit denen wir arbeiten können (oder müssen). Ein Fokus auf Fehler, Defizite oder Schuld ist nicht hilfreich.



Die Bedeutung der Kommunikation entsteht durch die Reaktion, die man erhält
Sprache und Verhalten unterliegt grundsätzlich der Interpretation. Erst die Reaktion unseres Kommunikationspartners gibt Aufschluss darüber ob die Botschaft in unserem Sinne interpretiert wurde, oder ob wir unsere Kommunikation anpassen müssen.



Kommunikation ist redundant
Verbale Kommunikation wird grundsätzlich von einem körpersprachlichen Ausdruck begleitet. Der Ausdruck kann das Gesagte untermalen und verstärken (Kongruenz) oder ihm wiedersprechen (Inkongruenz).



Jeder verhält sich so gut wie er kann
Und weil das so ist, können wir neutral mit unangemessene Verhaltensweisen und scheinbaren Bosheiten umgehen ohne uns zu ärgern; so das der gewohnte Handlungsspielraum weiterhin verfügbar bleibt – den eins muß uns klar sein: Wenn die Emotion kommt, geht der Verstand!



Jedes Verhalten wird durch eine positive Absicht motiviert – bewusst oder unbewusst
Der positive Nutzen einer Verhaltensweise ist immer vorhanden, auch wenn man das oft nicht ganz glauben mag. Haben wir die positive Absicht erst einmal gefunden, können wir auf Prozessebene alternative Verhaltensweisen herausarbeiten die weniger oder keine negativen Nebenwirkungen haben und den positiven Nutzen sicherstellen.



Jedes Verhalten ist in irgendeinem Kontext sinnvoll oder nützlich
Jedes Verhalten beinhaltet Fertigkeiten, Fähigkeiten und Muster die als Ressource in einem anderen Kontext oder in einem Veränderungsprozess dienen können. Die Kunst hierbei ist, die passenden Ressourcen zu finden und kreativ im Prozess zu nutzen.



Wenn etwas nicht funktioniert, tue etwas anderes
Genau, denn wenn wir immer wieder dasselbe tun, bekommen wir für gewöhnlich auch nur dasselbe Ergebnis. Manchmal wird’s auch schlimmer!



Widerstand ist ein Symptom mangelnder Flexibilität
Hier gilt es zu unterscheiden, ob es sich um einen beziehungsbedingten oder um einen unbewussten Widerstand (z.B. Loyalität mit dem Herkunftssystem) handelt. Beziehungsbedingten Widerstände können in der Regel durch ein verfeinertes Pacing und die Vertiefung des Rapports ausgeräumt werden. Unbewussten Widerständen sind wesentlich komplexer. Hier bedeutet Flexibilität, dies zu erkennen und den Widerstand bewusst zu machen, so dass eine Neubewertung der Situation oder des angestrebten Ziels möglich wird.



Menschen haben bereits alle Ressourcen für jede gewünschte Veränderung in sich
Unsere wichtigste Ressource ist gräulich, wiegt ca. 1200 -1400 Gramm und nennt sich Gehirn. Wenn es keiner Schädigung unterliegt, kann es lernen, sich entwickeln und sich an alles Mögliche anpassen.